Gemüseanbau

Gewächshäuser

1988 sind wir mit einem Gewächshaus, mit einer Fläche von 200 m² angefangen. Heute befinden sich auf unserem Hof sieben Folienengewächshäuser, mit einer Gesamtfläche von 2.500 m².

Frühjahr

Im Frühjahr – vor der Freilandsaison – wachsen in den Gewächshäusern Salate, Kohlrabi, Stielmus, Lauchzwiebeln, Radieschen usw. Im Sommer werden hier nur Fruchtgemüse wie Tomaten, Gurken, Paprika, Auberginen usw. angebaut.

Sommer/ Herbst

Tomaten und Gurken werden bereits im März gepflanzt, sodass wir Ihnen möglichst früh unsere eigenen Produkte anbieten können. Das Gewächshaus dafür ist mit einer speziellen, auf dem Boden liegenden Rohrheizung und einem Klimacomputer ausgestattet, welcher die Luftfeuchtigkeit regelt. Dadurch wird verhindert, dass sich Pilzkrankheiten wie z.B. Krautfäule auszubreiten.

Winter

In einem der Gewächshäuser werden die von uns benötigten Jungpflanzen angezogen. In den sechs anderen Gewächshäusern bauen wir im Herbst und Winter hauptsächlich Feldsalat, Asia-Salat-Mix, Petersilie, Rucola, Portulak und Spinat an.

Schädlingsabwehr

Tierische Schädlinge wie z.B. Läuse, Weiße Fliege usw. werden durch den Einsatz von Nützlingen in Schach gehalten. Diese beziehen wir von der Firma Katz Biotech. Diese natürlichen Methoden sind sehr arbeits- und kostenaufwendig, allerdings kann so auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichtet werden.

Freilandgemüse

Angebaut werden ca. 40 verschiedene Arten Gemüse und Frühkartoffeln. Zum Beispiel werden Salat, Kohl und Radieschen von Mitte März bis Mitte September ca. 20mal gesät und gepflanzt.

Zur Schädlingsabwehr werden Kulturschutznetze eingesetzt. Sie verhindern, dass Möhrenfliegen, Kohlfliegen und Lauchmotten dem Gemüse schaden. Außerdem hängen in unserem Betrieb über 50 Nistkästen für Vögel, welche die natürliche Schädlingsbekämpfung unterstützen .

 

Für die Beikrautregulierung wird ein Gerätetrecker eingesetzt, welcher eine große Arbeitserleichterung darstellt. Die feine Arbeit muss jedoch immer noch von Hand verrichtet werden.

Natürliche Düngung

Zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit kommt jedes Jahr auf einem Drittel der Freilandfläche, sowie auf den abgeernteten Flächen sofort eine Gründüngung zum Einsatz. Hierbei handelt es sich nicht um granulatartiges Düngemittel, wie man es sonst kennt, sondern um eine Pflanze (z.B. Phacelia). Diese wird auf den freien Flächen ausgesäht wird und wächst recht bodendeckend bis zu ca. einem Meter Höhe heran. Ihre Wurzeln binden die Restnährstoffe und ziehen zudem weitere Nährstoffe in die oberen Bodenschichten. Gleichzeitig verhindern die Wurzel das Ausspülen der Nährstoffe bei viel Regen. Im Winter friert z.B. Phacelia ab, wodurch eine pfluglose Bodenbearbeitung ermöglicht wird.

Da die Nährstoffe aus der Gründüngung aber nur langsam wieder freigesetzt werden, setzen wir bei stark nährstoffzehrenden Gemüsearten wie Salat, Radieschen, Blumenkohl und Porree zusätzlich gezielt natürliche Düngemittel ein. Hierbei handelt es sich um pflanzliche Düngemittel, wie z.B. Bio-Phytoperls, ein rein pflanzlicher Naturdünger aus fermentierten Maisrückständen. Des Weiteren wird der angesammelte Kompost auf dem Acker verteilt, um Nährstoffe zurückzuführen.

Auf allen Freilandflächen und auch in den Foliengewächshäusern werden jährlich Bodenuntersuchungen durchgeführt. Hierbei wird der aktuelle Nährstoffgehalt bestimmt. Dies ermöglicht einen gezielten Düngemitteleinsatz. Generell werden nur Düngemittel verwendet, die für den biologischen Anbau freigegeben sind.